Die Rolle von Testosteron bei der Entstehung von Brustkrebs: Kann Brustkrebs mit Testosteronblockern verhindert werden?
Projekt
Brustkrebs ist weltweit die am häufigsten diagnostizierte Krebsart. In der Schweiz erkranken jährlich 6 500 Frauen daran, rund ein Viertel davon ist jünger als 50 Jahre.
Wie bei den meisten Krebsarten sind auch bei Brustkrebs die eigentlichen Ursachen nicht bekannt. Man kennt jedoch verschiedene Faktoren, die einzeln oder in Kombination das Risiko erhöhen können, an Brustkrebs zu erkranken.
Ein solcher Faktor sind körpereigene Hormone und eingenommene Hormonpräparate, wie beispielsweise die Pille, die viele Frauen zur Verhütung einnehmen, und Hormonersatztherapie, die häufig gegen Beschwerden der Wechseljahre eingesetzt wird. Sie können das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen.
In diesem Forschungsprojekt werden Prof. Cathrin Brisken und ihr Team erforschen, wie sich das Hormon Testosteron auf die gesunde Brust und auf die frühen Stadien der Brustkrebsentwicklung auswirkt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden untersuchen, ob Medikamente, die die Wirkung von Testosteron erhöhen oder verringern, die Entwicklung von Brustkrebs beschleunigen oder verlangsamen. Die Ergebnisse werden Aufschluss darüber geben, ob Hormonpräparate, die Testosteron blockieren, das Brustkrebsrisiko verringern. Abhängig von den Resultaten könnte das Projekt zu einem Umdenken bei den empfohlenen Verhütungsmitteln oder der Hormonersatztherapie führen.
Die Projektleiterin verfügt über spezifisches Fachwissen und mehrere wichtige und einzigartige Labormodelle, welche für die zu untersuchende Frage von großer Bedeutung sind. Deshalb und aufgrund der wissenschaftlichen Erfolge von Prof. Dr. Cathrin Brisken ist die Erfolgschance des Projekts hoch, und das Forschungsprojekt kann dazu beitragen, dass das Brustkrebsrisiko sinkt und weniger Frauen an Brustkrebs erkranken.
Leistungsempfänger
École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), SV ISREC UPBRI, Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Cathrin Brisken
Beginn des Projekts
2023