Target-Screening mittels eines neuartigen phänotypischen Testverfahrens zur Identifizierung neuer epigenetischer Zielstrukturen für die Behandlung des Triple-negativen Mammakarzinoms
Projekt
Das Projekt stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, beim hoch malignen und nur schwer behandelbaren triple negativen Mammakarzinom (TNBC) die bisherigen traditionellen Therapien – Operationen und Chemotherapien – wirksam zu ergänzen: Der neuartige Therapieansatz besteht darin, den geringen Differenzierungsstatus der Krebszellen pharmakologisch gezielt zu adressieren. Basierend auf einem neuartigen Hochdurchsatz-Screeningverfahren können Substanzen identifiziert werden, die in den Krebszellen des Triple-negativen Mammakarzinoms eine Differenzierung in Richtung weniger maligner Tumorzellen induzieren. Damit kann die Tumormalignität wesentlich verringert werden: Denn je geringer eine Tumorzelle ausdifferenziert ist, je weniger sie also dem normalen Gewebe ähnelt, umso bösartiger ist die Tumorzelle. Aggressive Tumoren können schneller wachsen, metastasieren und rezidivieren. Insofern führt die Herbeiführung einer besseren Differenzierung in der Tumorzelle zugleich zu einer Abnahme der Aggressivität des Tumors. Die Entwicklung klinisch hochwertiger Wirkstoffe, die als spezifische epigenetisch wirksame Therapeutika für die zielgerichtete Behandlung des TNBC im Menschen verwendet werden können, stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Patientinnen-Prognose dar.
Leistungsempfänger
Universitätsklinikum Düsseldorf, Wissenschaftliche Leitung: Dr. Knud Esser und M.Sc. Andrea Kulik
Beginn des Projekts
2021