OPBC-03 / TAXIS Studie: Maßgeschneiderte axilläre Chirurgie mit oder ohne axilläre Lymphknotendissektion, gefolgt von Strahlentherapie bei Patientinnen mit klinisch knotenpositivem Brustkrebs (TAXIS). Eine multizentrische randomisierte Phase-III- Studie
Projekt
Derzeit ist unklar, wie sich die optimale Behandlung für Patientinnen mit Lymphknotenmetastasen in der Achselhöhle darstellt: Reicht es aus, die sogenannten Sentinentel-Lymphknoten und die befallenen Lymphknoten in der Achselhöhle zu operieren (tailored surgery), oder ist die radikale Entfernung aller Lymphknoten sicherer und trotzdem erforderlich? Welches Ausmaß an Strahlentherapie sollten diese Frauen erhalten? Außerdem sollen die Unterschiede in der Lebensqualität der Patientinnen nach den beiden chirurgischen Eingriffen definiert werden.
Hauptziel der Studie ist es, zu zeigen, dass TAS (tailored axillary surgery) und axilläre Strahlentherapie der ALND (Axillary lymph node dissection) in Bezug auf das krankheitsfreie Überleben von Brustkrebspatientinnen mit hohem Rezidivrisiko in der Ära wirksamer systemischer Therapie und erweiterter regionaler Nodalbestrahlung nicht unterlegen sind. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits über 650 Patientinnen in die Studie eingeschlossen wurden, sollen insgesamt 1.500 Patientinnen in weiteren 12 internationalen Zentren zur Studie hinzukommen. Zu den weiteren Meilensteinen gehören die Analysen der Teilprojekte sowie deren Veröffentlichung und Präsentation auf internationalen Konferenzen.
Es handelt sich bei diesem Projekt um die Fortsetzung der TAXIS-Studie, die in den Jahren 2019, 2020 und 2021 von der Claudia von Schilling Foundation bereits gefördert wurde; auf die jeweilige Darstellung in der Projektübersicht der Stiftung wird Bezug genommen.
Leistungsempfänger
Universitätsspital Basel, Brustchirurgie, Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Walter P. Weber
Beginn des Projekts
2023
Anmerkung
Im Mai 2025 erreichte uns folgende Nachricht: Professor Walter Paul Weber, Ärztlicher Departementsleiter Brust, Bauch und Becken sowie Chefarzt Brustchirurgie und Standortleiter des Basler Brustzentrums am Universitätsspital Basel, erhält den Deutschen Krebspreis 2025 in der Kategorie „Klinische Forschung“ für seine wegweisenden Arbeiten zur Brustkrebsbehandlung.
Als weltweit anerkannter Experte hat er durch Forschung und klinische Innovationen die chirurgische Behandlung von Brustkrebspatientinnen maßgeblich verbessert. Als Gründer des Oncoplastic Breast Consortium (OPBC), einer globalen Forschungsgruppe mit Mitgliedern aus 97 Ländern, widmet Prof. Weber sich der kontinuierlichen Verbesserung der onkologischen Brustchirurgie. Hauptziel ist die Erhöhung der Lebensqualität mit Hilfe von onkoplastischen Operationstechniken und verbesserter Achselhöhlenchirurgie.