Molekulare Stratifizierung von palliativen Chemotherapien im metastasierten Mammakarzinom
Projekt
Dieses Projekt wird entwickelt vom Deutschen Krebsforschungszentrum, Abteilung für Molekulare Genetik, unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Lichter, Heidelberg. Ziel dieses klinisch hochrelevanten Projektes ist es, prädiktive molekulare Biomarker für das Ansprechen auf palliative Chemotherapien zu detektieren, um den betroffenen Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom eine personalisierte (Chemo-) Therapie zu ermöglichen. Das Projekt ist bedeutsam, weil auch vor dem Hintergrund großer wissenschaftlicher Fortschritte und der Zulassung neuer Therapien ein metastasiertes Mammakarzinom kaum heilbar ist. Trotz des als klinisch „palliativ“ bezeichneten Settings gibt es Therapiemöglichkeiten, welche sowohl im Hinblick auf Lebensverlängerung und Stabilisierung der Erkrankung wie auch auf Lebensqualität einen positiven Einfluss haben. In diesem Kontext ist es aber entscheidend, dieses klinisch sehr heterogene Patientenkollektiv, welches zusammengefasst wird unter dem „metastasierten Mammakarzinom“ im Hinblick auf sich daraus ergebende Therapiewege zu stratifizieren. Es gilt, die Patientinnen in Gruppen zu definieren, welche von zielgerichteten Therapien besonders profitieren können, ferner, molekulare und deshalb verlässliche Biomarker zu identifizieren, welche das Ansprechen auf die ausgewählten Therapien voraussagen können. Auch dieses Projekt steht unter dem Zeichen der Entwicklung neuer Erkenntnismöglichkeiten auf dem Gebiet der patientenspezifischen Struktur des Tumors, um eine individuelle Therapie anbieten zu können.
Leistungsempfänger
Deutsches Krebsforschungszentrum, Abteilung für Molekulare Genetik (B060), Wissenschaftliche Leitung: Lars Buschhorn, Physician Scientist, Translationale Onkologie des Mammakarzinoms
Beginn des Projekts
2022