Ihr Leben

Claudia von Schilling war eine außergewöhnliche Frau. Ihre strahlende Herzlichkeit, ihre Vitalität und Spontanität ließen sie rasch Zugang zu den Herzen der Menschen finden. Bis in ihre letzten Stunden bewahrte sie mit der ihr eigenen Disziplin die Leichtigkeit und Fröhlichkeit im Umgang mit allen, denen sie begegnete.

Geboren am 03. Mai 1940 in München als Tochter des Freiherrn Herbert Schilling von Canstatt verlor sie bald durch Kriegseinfluss den Vater. Die Mutter ehelichte einige Jahre später den Zeitungsverleger Dr. Erich Madsack und folgte ihm nach Hannover. Dort machte Claudia von Schilling Abitur, absolvierte eine Ausbildung zur Pianistin und beschloss, ihrer Sprachbegabung folgend, Dolmetscherin zu werden. Nach Studienaufenthalten in Genf, Cambridge und Lugano begann sie ihre berufliche Laufbahn in Rom und Florenz, um Ende der 60er Jahre nach München zurückzukehren. Ihr ausgeprägter Kunstsinn führte sie dort zu dem renommierten Auktionshaus Wolfgang Ketterer. In 15 erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit avancierte Claudia von Schilling hier zu einer herausragenden Kunstkennerin. Mit dieser Qualifikation machte sie sich dann als Kunsthändlerin selbständig.

1990 wurde das Auktionshaus Villa Grisebach, Berlin – ein Haus internationaler Reputation –, auf sie aufmerksam und gewann in ihr eine Repräsentantin für die Schweiz und Italien.

Neben ihrer beruflichen Hinwendung zur Kunst schuf Claudia von Schilling eine private Sammlung ganz besonderer Werke der Klassischen Moderne. Ihre Freunde wissen um ihren Sachverstand aber auch um die Liebe, mit der sie diese Sammlung zusammenstellte. Die Sammlung war ein Schwerpunkt ihres Lebens.

Claudia von Schilling hat viele Jahre mit ihrer Brustkrebserkrankung gelebt; ihre Kunstsammlung, ihre Reisen in andere Länder und vor allem ihre vielen Freunde gaben ihr immer wieder die dazu nötige Kraft und Lebensfreude.

Claudia von Schilling verstarb am 24.10.2003 in Hannover, in der Betreuung der Medizinischen Hochschule.

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